Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft wird nicht gegen Russland spielen. Das teilte der Verband in einer Pressemitteilung mit. „Das tschechische Eishockey schließt sich der Haltung anderer europäischer Verbände an, die erklärt haben, dass ihre Nationalteams nicht zu Spielen gegen Russland antreten werden“, heißt es in der Erklärung.
Einen Boykott von Spielen gegen Russland für den Fall, dass das Land wieder zu Turnieren zugelassen wird, hatte am Montag Finnland angekündigt. Am Dienstag schlossen sich Schweden, Norwegen, Dänemark und Lettland an.
Kurz zuvor hatte der Eishockeyverband eine Stellungnahme veröffentlicht: Die tschechische Position sei seit Langem unverändert, eine Rückkehr der russischen Nationalteams in internationale Wettbewerbe lehne er ab. „Niemand soll an der Haltung des tschechischen Eishockeys zweifeln. Von Anfang an lehnen wir eine Rückkehr der russischen Nationalmannschaften eindeutig ab. Das ist keine Positionsänderung und kein Zögern, sondern lediglich ein verantwortungsvolles Vorgehen“, erklärte Generalsekretär Jan Černý.
Derzeit beschäftigt den Verband vor allem die Weltmeisterschaft der Mädchen bis 18 Jahre im Januar in Ostrava. Nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs vom Freitag sollen daran auch russische Sportlerinnen teilnehmen. „Am Donnerstag werden wir mit Vertretern der Regierung über die geltenden Beschränkungen und die Möglichkeit sprechen, der russischen Auswahl keine Visa auszustellen. Gleichzeitig erhalten wir von russischer Seite bereits Forderungen nach Schritten zu ihrer Reintegration, auf die wir reagieren müssen“, sagte Černý.
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Vertreter der tschechischen Regierung erklärten am Montag, dass ein Beschluss aus dem Jahr 2023 gelte, der die Ausstellung von Visa für russische Nationalmannschaften untersagt. Černý sagte in einem Interview mit der Zeitung Sport, Tschechien könnte auf die Austragung der Weltmeisterschaft verzichten.
Around Prague nach Material von Novinky.cz