Wegen des Streiks ändert sich das gewohnte Programm von Tschechischem Rundfunk und Tschechischem Fernsehen: Livesendungen werden durch Musik und Wiederholungen ersetzt, die Nachrichten fallen kürzer aus und erscheinen seltener. Wie die Sprecherin des Rundfunks, Lidie Erlebachová, mitteilte, lasse sich das übliche Format bei einem Protest dieses Ausmaßes nicht aufrechterhalten.
Die Änderungen betreffen Livesendungen, Nachrichtenausgaben und Regionalprogramme. Auf den meisten Sendern wird das Programm vor 8, 12 und 18 Uhr durch eine Erklärung der Initiative Veřejnoprávně zu den Gründen des Streiks unterbrochen.
Auf Radiožurnál erwarten die Hörer verkürzte Nachrichten von etwa fünf Minuten, Musik sowie ausgewählte Sendungen und Dokumentarproduktionen, die bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden, etwa Systém Kaderka und Slovenská cesta. Die Verkehrsmeldungen der „Grünen Welle“ kommen nur alle 30 Minuten und damit seltener als sonst.
Radiožurnál Sport überträgt während des Streiks keine Live-Reportagen und, von seltenen Ausnahmen abgesehen, auch keine Magazinsendungen. Český rozhlas Plus verzichtet auf die gewohnten Nachrichten- und Publizistiksendungen im Livebetrieb. Die Sender Dvojka, Vltava und Wave ersetzen das Live-Programm durch Musik.
Der Streik betrifft auch alle Regionalsender: Die meisten von ihnen senden ein gemeinsames Programm, das in einem Studio im Prager Stadtteil Karlín produziert wird. „Wir haben das Maximum getan, um die Grundversorgung mit Informationen zu sichern und auf Notfälle vorbereitet zu sein“, betonte Erlebachová.
Auch beim Tschechischen Fernsehen wird gestreikt. Die Nachrichten sollen dort stündlich statt in den üblichen halbstündigen Ausgaben erscheinen, das Live-Programm wird deutlich gekürzt. Statt Reportern vor Ort, Pressekonferenzen und Studiodiskussionen sollen auf dem Nachrichtenkanal den ganzen Tag über Wiederholungen älterer Sendungen und Serien laufen.
Around Prague nach Berichten von novinky.cz