Am Freitag, dem 6. November, musste die Sitzung des Abgeordnetenhauses des tschechischen Parlaments wegen eines großflächigen Stromausfalls im Prager Stadtteil Malá Strana (Kleinseite) unterbrochen werden. Im Saal brannten nur noch die Notbeleuchtungen. Wie der Versorger Pražská energetika mitteilt, kam es an gleich zwei Umspannwerken am linken Moldauufer zu Störungen. Die Stromversorgung soll gegen 11 Uhr wiederhergestellt werden.
Der Ausfall traf die Parlamentarier unvorbereitet. Die Abgeordnete der Christdemokraten (KDU-ČSL) Marie Kršková räumte ein, dass Stromunterbrechungen in dem Viertel durchaus keine Seltenheit seien, doch es habe sie überrascht, dass dadurch automatisch das gesamte Abgeordnetenhaus lahmgelegt wird.
Ihr Unverständnis äußerte sie im sozialen Netzwerk X (früher Twitter). Ihren Worten zufolge stellt sich die Frage, wo der Schutz der kritischen Infrastruktur des Staates bleibt und was in diesem Bereich verbessert werden muss. Ihr Fazit fiel knapp aus: „Wir haben einiges zu verbessern.“
Around Prague nach Berichten von novinky.cz