Prag ist eine überraschend grüne Stadt: Nur ein paar Straßenbahnhaltestellen von den Touristenmassen entfernt finden Sie Hügel mit Panoramablick, historische Jagdreviere und wilde Felstäler. Wir haben die 12 schönsten Parks und Gärten zusammengestellt, vom berühmten Laurenziberg (Petřín) bis zur ruhigen Stromovka, mit praktischen Tipps zu Anreise und bester Besuchszeit. Schnappen Sie sich eine Decke, eine Thermoskanne oder ein Glas Wein aus der Region und wählen Sie Ihre Route fürs Wochenende.
Die Parks in Prag sind weit mehr als nur Rasenflächen: Es sind eigenständige Ausflugsziele mit Biergärten, Weinbergen, Aussichtstürmen und Badeseen. Unten finden Sie zwölf Grünanlagen, die auf Ihre Liste gehören, wenn Sie in Tschechien leben oder länger als ein paar Tage bleiben.
Der wohl bekannteste Parkhügel in Prag, am linken Ufer der Moldau (Vltava): fünf Gärten, blühende Apfelbäume im Frühling und ein herrlicher Rosengarten im Sommer. Oben steht der Aussichtsturm auf dem Laurenziberg, ein kleiner „Prager Eiffelturm“ mit dem besten Panorama der Stadt. Anreise: mit der Standseilbahn ab der Haltestelle Újezd (Straßenbahnen 9, 12, 15, 20, 22, 23) oder zu Fuß den Hügel hinauf. Der Eintritt in den Park ist frei, Standseilbahn und Turmbesteigung kosten extra.
Ein weitläufiger Park auf einer Anhöhe über der Moldau mit Postkartenblick auf die Brücken und die Altstadt (Staré Město). Hier liegt auch einer der stimmungsvollsten Biergärten Prags (Letenský zámeček), und Einheimische kommen gern zum Skateboarden, Inlineskaten und Radfahren. Tipp: Kommen Sie am frühen Abend, um den Sonnenuntergang über dem Fluss zu sehen. Die nächsten Orientierungspunkte sind die Straßenbahnhaltestellen Sparta und Letenské náměstí, die Metrostationen Hradčanská und Vltavská liegen in der Nähe. Eintritt frei.
Der älteste und einer der größten Parks in Prag: rund 100 Hektar ehemaliges königliches Jagdrevier, angelegt schon im 13. Jahrhundert. Anders als auf dem vollen Laurenziberg geht es in der Stromovka weitläufig und ruhig zu, mit Teichen, Stegen und Wegen zum Laufen und Radfahren. Ideal für einen langen Spaziergang, ein Picknick oder eine Joggingrunde abseits der Massen. Anreise: mit der Metrolinie C bis Nádraží Holešovice oder Vltavská, dann ein kurzes Stück zu Fuß. Das Messegelände Výstaviště liegt in der Nähe. Kostenlos.
Ein Liebling der Einheimischen in Vinohrady: ein Rasenhang mit Blick auf die Prager Burg (Pražský hrad), wo sich abends junge Leute treffen, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Hier gibt es einen großen Biergarten mit Leinwänden für Fußballübertragungen. Für wen: für alle, die sich wie Einheimische fühlen möchten und nicht wie Touristen. Anreise: mit der Metrolinie A bis Jiřího z Poděbrad oder Náměstí Míru, dann zu Fuß. Eintritt frei.
Versteckt zwischen den Villen von Vinohrady liegt dieses Juwel im Stil der italienischen Neorenaissance mit Grotten, Brunnen, Teichen und einem echten Weinberg am Hang. Da liegt es nahe, den Spaziergang mit einem Glas Wein im Pavillon Viniční altán mit Blick auf die Reben zu beenden. Wann hingehen: zu jeder Jahreszeit schön, besonders aber während der Weinlese im Herbst. Anreise: mit der Metrolinie A bis Náměstí Míru, dann bergab zu Fuß. Der Eintritt in den Park ist frei.
Die wildeste Ecke Prags, am Stadtrand: Felstäler, Bäche, Wälder und Wiesen bilden ein echtes Naturschutzgebiet innerhalb der Hauptstadtgrenzen. Im Sommer wird im Stausee Džbán und in einem Naturbad mit fließendem Wasser gebadet. Für wen: für Wanderer und Familien, die mit Kindern aktiv draußen sein möchten. Anreise: mit der Metrolinie A bis Nádraží Veleslavín, dann ein paar Haltestellen mit Straßenbahn oder Bus bis Divoká Šárka. Eintritt frei.
Eine alte Festung auf einem Felsen über der Moldau, umgeben von Gärten und Wällen mit atemberaubendem Blick über den Fluss und die Stadt. Hier stehen eine neugotische Basilika und eine alte Rotunde, und hier liegt der berühmte Friedhof Slavín, auf dem Dvořák, Smetana und Mucha begraben sind. Tipp: ein toller Ort für einen ruhigen Spaziergang ohne Gedränge, besonders bei Sonnenuntergang. Anreise: mit der Metrolinie C bis Vyšehrad, dann zu Fuß. Das Gelände ist kostenlos, der Eintritt zu einzelnen Sehenswürdigkeiten kostet Geld.
Eine kleine grüne Insel in der Moldau am Fuß der Karlsbrücke (Karlův most), von der Kleinseite (Malá Strana) durch den schmalen Kanal Čertovka getrennt. Ein ruhiger Park mit Rasenflächen und Blick auf den Fluss und die Brücken, dazu ein Museum für moderne Kunst und die berühmte John-Lennon-Mauer in der Nähe. Für wen: für eine kurze Verschnaufpause mitten im Zentrum, zwischen zwei Besichtigungen. Anreise: zu Fuß von der Karlsbrücke oder mit der Straßenbahn bis Malostranské náměstí / Újezd. Eintritt frei.
Einer der ältesten erhaltenen Gärten in Prag, versteckt hinter hohen Mauern auf der Kleinseite. Winzig, aber unglaublich gemütlich: eine Oase mit Obstbäumen, barocken Kapellen und Pfauen, die über den Rasen stolzieren. Wann hingehen: im Frühling, wenn alles blüht, der perfekte Ort, um dem Lärm des Touristenzentrums zu entkommen. Anreise: ein paar Gehminuten von der Metrostation Malostranská. Eintritt frei.
Ein Park auf einem Hügel an der Grenze zwischen Žižkov und Vinohrady, bei Einheimischen beliebt für einen der schönsten Sonnenuntergänge über der Stadt und weil sich kaum Touristen hierher verirren. Oben steht eine Holzkirche, und unter dem Hügel versteckt sich in einem ehemaligen Luftschutzbunker eine stimmungsvolle Bar. Für wen: für alle, die einen Abendspaziergang „wie die Einheimischen“ machen möchten, mit einer Flasche Wein auf der Wiese. Anreise: zu Fuß von den Metrostationen Flora oder Jiřího z Poděbrad (Linie A). Eintritt frei.
Eine riesige Wiese mit glatten, asphaltierten Wegen im Stadtteil Břevnov, ein Mekka für Prags Inlineskater, Läufer und Radfahrer. In der Mitte des Parks steht das historische Gehöft Ladronka mit einem beliebten Restaurant und Biergarten. Für wen: für aktive Ausflüge und Familien mit Kindern, mit viel Platz zum Toben. Anreise: mit der Straßenbahn Richtung Břevnov / Stadion. Prüfen Sie die aktuelle Haltestelle in Ihrer Verkehrs-App. Eintritt frei.
Ein als Landschaftspark angelegtes Arboretum am südöstlichen Stadtrand von Prag, Teil des UNESCO-Welterbes: 250 Hektar mit Teichen, einem Schloss, Bächen und einer Sammlung von Pflanzen aus aller Welt. Besonders eindrucksvoll ist er im Frühling zur Rhododendronblüte und im goldenen Herbst. Anreise: mit dem Bus ab der Metrostation Opatov (Linie C) nach Průhonice, dann zu Fuß. Wichtig: Der Eintritt in den Park ist in der Regel kostenpflichtig. Prüfen Sie aktuelle Preise und Öffnungszeiten auf der offiziellen Website pruhonickypark.cz.
Fazit: In Prag finden Sie leicht einen Park, der zu Ihrer Stimmung passt: Laurenziberg und Letná für Panoramen, Stromovka und Divoká Šárka für lange Spaziergänge in der Natur, Riegrovy sady und Parukářka für Sonnenuntergänge, Grébovka für Wein sowie Kampa und die Vojan-Gärten für eine ruhige Pause im Zentrum. Die meisten sind kostenlos und das ganze Jahr geöffnet, grüne Auszeiten in der tschechischen Hauptstadt gibt es also zu jeder Jahreszeit. Wählen Sie Ihre Route, prüfen Sie den Fahrplan in Ihrer App und machen Sie sich auf den Weg.
Foto: Aktron – Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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