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Prager Burg von innen: 9 Sehenswürdigkeiten, die Sie sehen müssen

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Die Prager Burg (Pražský hrad) ist kein einzelnes Gebäude, sondern eine Stadt in der Stadt: Kathedralen, Paläste, Gärten und Gassen, alle hinter ein und derselben Festungsmauer. Wenn Sie nur ein paar Stunden Zeit haben, verlieren Sie sich leicht zwischen Höfen und Wegweisern. Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Orte und einige weniger bekannte Schätze im Burgareal vor – von der gotischen Kathedrale bis zum Renaissancegarten –, damit Sie genau wissen, wohin Sie zuerst gehen.

Veitsdom (Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha)

Die gotische Kathedrale im dritten Burghof (III. nádvoří) ist das geistliche und architektonische Herz der Burg. Sie ist das bedeutendste gotische Bauwerk Tschechiens und das Wahrzeichen der Prager Burg, wird seit 1344 gebaut und beherbergt die Krönungsinsignien und die Reliquien des heiligen Wenzel. Die Kathedrale gehört zusammen mit drei weiteren Sehenswürdigkeiten zum Kombiticket „Rundgang A“. Das Burgareal ist ganzjährig von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, die Baudenkmäler selbst – Kathedrale, Alter Königspalast, St.-Georgs-Basilika und Goldenes Gässchen – können Sie im Sommer von 9:00 bis 17:00 Uhr und im Winter bis 16:00 Uhr besichtigen. Letzter Einlass in die Kathedrale ist um 15:40 Uhr.

Alter Königspalast (Starý královský palác)

Er liegt direkt neben der Kathedrale, im zweiten Burghof. In dem historischen Bau aus dem 12. Jahrhundert befindet sich der Wladislawsaal, einst der größte weltliche Saal Europas. Er ist im selben Ticket „Rundgang A“ enthalten (450 CZK regulär / 300 CZK ermäßigt).

St.-Georgs-Basilika (Bazilika sv. Jiří)

Eine romanische Basilika am Georgsplatz, gleich hinter dem Alten Königspalast. Sie ist das älteste erhaltene Kirchengebäude auf dem Burggelände, gegründet 920, und bekannt für ihre romanische Architektur und ihre ruhige Atmosphäre – ein auffälliger Kontrast zur Pracht der Kathedrale, der zum Verweilen einlädt.

Goldenes Gässchen und Daliborka-Turm (Zlatá ulička s věží Daliborka)

Eine winzige, bunte Gasse entlang der Nordmauer, zwischen dem Weißen Turm und dem Daliborka-Turm. Die kleinen Häuser, die Ende des 16. Jahrhunderts in die Befestigungsanlagen hineingebaut wurden, waren bis zum Zweiten Weltkrieg bewohnt; heute zeigen neun der sechzehn Häuser Ausstellungen über 500 Jahre Leben in der Gasse. Franz Kafka lebte und arbeitete 1916 bis 1917 im Haus Nr. 22. Tagsüber brauchen Sie für den Zutritt das allgemeine Ticket, abends können Sie die Gasse kostenlos durchqueren – allerdings ohne Zugang zu den Häusern.

Pulverturm Mihulka (Prašná věž Mihulka)

Ein wuchtiger Pulverturm an der Nordseite der Burg. Benedikt Rejt errichtete ihn Ende des 15. Jahrhunderts als stärkste Geschützbastei der neuen Befestigung; angeblich befand sich hier das alchemistische Labor von Kaiser Rudolf II. Im Inneren ist eine Ausstellung zur Geschichte der Burgwache zu sehen, die im Ticket „Dauerausstellungen“ (300/200 CZK) enthalten ist.

Gemäldegalerie der Prager Burg (Obrazárna Pražského hradu)

Eine Gemäldegalerie in den ehemaligen Renaissance-Stallungen. Die Ausstellung zeigt mehr als hundert der besten Gemälde aus der Sammlung der Prager Burg – insgesamt rund 4.000 Werke, damit ist sie die älteste ununterbrochen bestehende Gemäldesammlung des Landes. Die Sammlung geht auf die Regierungszeit Rudolfs II. zurück, der ab 1583 Kunstwerke aus ganz Europa zusammentrug. Das Ticket gilt kombiniert für das Rosenberg-Palais, die Ausstellung „Geschichte der Prager Burg“ und den Turm Mihulka.

Rosenberg-Palais (Rožmberský palác)

Das Renaissancepalais der Familie Rosenberg in der Jiřská. Die Dauerausstellung führt in das ursprünglich als Renaissancepalast der Herren von Rosenberg zwischen 1545 und 1574 errichtete Gebäude, das 1600 in den Besitz von Kaiser Rudolf II. überging und Mitte des 18. Jahrhunderts grundlegend zu einem Institut für adelige Damen umgebaut wurde. Prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Stand, da Teile der Ausstellung zeitweise wegen Restaurierung geschlossen sind.

Königlicher Garten und Lustschloss der Königin Anna (Královská zahrada a Letohrádek královny Anny)

Ein Renaissancegarten an der Nordseite der Burg, jenseits des Hirschgrabens. Hier bewundern Sie die Renaissance-Schönheit des Lustschlosses der Königin Anna, einen einzigartigen singenden Brunnen und Kunstausstellungen in den historischen Sälen. Ferdinand I. ließ den Pavillon zwischen 1538 und 1560 für seine Frau Anna Jagiello errichten, heute dient das Lustschloss als Ausstellungsraum für bildende und angewandte Kunst. Beachten Sie: Ab Mai 2026 beginnt die Verwaltung der Prager Burg mit einer umfassenden Restaurierung des Lustschlosses, die fast zwei Jahre dauern wird, daher können einige Innenräume geschlossen sein.

Restaurant Vikárka

Ein historisches Wirtshaus-Restaurant direkt an den Mauern der Kathedrale, in der Vikářská. Die Vikárka ist seit 1347 ununterbrochen mit der Geschichte der Prager Burg verbunden – vom Recht, das Karl IV. den Vikaren zum Brauen ihres eigenen Bieres verlieh, bis zur Ära Rudolfs II., als das hiesige Bier den Kaiser und seine Alchemisten erfrischte. Ein schöner Ort für eine Pause nach einem langen Rundgang durch Höfe und Gärten, mit traditioneller tschechischer Küche in geschichtsträchtigen Gewölbesälen.

Die Prager Burg lässt sich an einem vollen Tag erkunden, doch jeder Winkel verdient seinen eigenen Moment – von der majestätischen Kathedrale über die stille Basilika bis zum Renaissancegarten hinter den Festungsmauern. Kommen Sie am besten direkt zur Öffnungszeit, um Kathedrale und Goldenes Gässchen vor dem großen Andrang zu sehen, und heben Sie sich den Abend für einen kostenlosen Spaziergang durch die leeren Höfe und Gärten auf.

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